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Goldrausch in Marnewaard!

Und wir waren dabei...

Hallo meine lieben Leser,
hier ist wieder Rudi Rastlos, der ratlose... äh rastlose Reporter.
Auf meiner letzten Reise verschlug es mich tief in den Wilden Westen, genauer gesagt nach Marnevally. Dort hatte sich eine stattliche Anzahl an Cowboys, Rumtreibern und Tagelöhnern versammelt, um während der Pfingstzeit am großen Siedlungsbau und Backsteinsuchen teilzu nehmen. Dem Unwissenden sei gesagt, daß dort Backsteine ungefähr so wertvoll sind, wie hierzulande das Gold. So erklärt sich auch warum die Städte im Wilden Westen aus Holz waren (Nein! - Nicht weil sie dann besser brennen!)
Ich schloß mich einer Expedition der “Hanse” aus Bremen an. Sie schickten, in der Hoffnung auf einträgliche Handelspartner, die beiden Koggen “Clio” und “Civic” nach Marnewaard.
Die Brüder Mäx änd Mänfred Mäd (amerikanisch gesprochen!)führten das Kommando. In ihrer Crew befanden sich neben den “Greenhörnern” Yaki, Perro, Quisto, und Theo die beiden Halbblutindianer “Grandmother Lübke” und “Good Old Arnolf”. Die beiden waren so oft auf der anderen Seite des großen Teiches, das man meinen könnte, sie hätten ihr ganzes Leben dort verbracht.
Innerhalb der ersten beiden Tage glückte unseren Helden sowohl der Törn über den großen Teich (Der ist gar nicht so groß, wie alle sagen.), als auch das Errichten einer schnuckeligen, kleinen Siedlung. Selbst einen Salon richteten wir ein.
Falls jemand glaubt, wir hätten es mit einer gemütlichen Besiedelung zu tun, dem sei gesagt, daß sich die fünf Clans ein heißes Rennen um den besten Baugrund und die ertragreichsten Mienen lieferten.
Ja, der Geruch von Gold und Backsteinen lag in der Luft, und allen war zu klar das nur ein kleiner Teil von uns dem begehrten Gut habhaft werden würde.
In dieser Siedlung herrscht ein unausgesprochenes Gesetz, kein Richter sprach es, kein Sherif vollzog es. Aber immer wenn es etwas wertvolles gab eilten die fünf Clan’s oder Subcamps, wie sie hier genannt werden, zusammen, um in einem erbittert geführten Wettkampf um Gold und Backsteine zu treten, bei dem es, so ist das Leben, nur einen Gewinner gab.
Der Aufrichtigkeit halber sei gesagt, daß die Hanseaten mit einem spärlichen Häufchen Gold allerdings ohne die so ersehnten Backsteine heimkehrten. Sie hatten alles gegeben, die Greenhörner, auf ihrem einen ganzen Tag dauernden Lauf von Posten zu Posten, wie auch den Gebrüdern Mäd mit meiner Wenigkeit. Wir verliefen uns so weit, daß die Menschen unseren Lauf “Hjak” nannten. Das ist, glaube ich jedenfalls, russisch.
Unsere Greenhörner waren es, die um haaresbreite am ersehnten Backstein vorbeisausten!
Und sie haben sich fest vorgenommen, es nächstes Jahr noch ein wenig besser zu machen!
Eines gibt mir nach wie vor zu denken:
Die Wasserschutzpolizei beanstandete an einer unserer beiden Koggen zu viel Ladung.
Also die Vorräte können es nicht sein, denn die sind ja weg...mmhh...aber echtes Gold?
Ich fürchte dieses Geheimnis wird niemals gelüftet, warum auch...
“Nu is aber gut mit der Märchenerzählerei! - Herr Rastlos!”
“Oh...! Ich muß Schluß machen, das war mein Chef, der glaubt das nicht...
Und ihr?”