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Gedanken
in Marnevalley
Schön warm ist es. Ich gehe den Sandweg entlang, der zu
unserem Lagerplatz führt.
Der Wind bläst; diejenigen, die ihre Drachen mitgebracht haben sind sicher
nicht enttäuscht worden. Was bläst der Wind da vor sich hin ? Ach, eine Tüte.
So `ne olle Plastiktüte.
Hinten am „Zeepferd“ liegt auch eine Menge Papiermüll von den Bonbons. Mal
schauen, was mit der Tüte passiert. Weht hoch und wieder herunter, einer Gruppe
holländischer Pfadis um die Füße. Hey, die brauchen sich doch nur zu bücken, um
sie aufzuheben und in den Müll zu werfen. Da kommen mir ein paar ältere Pfadis
entgegen. Un-terhalten sich angeregt, die Tüte fliegt wieder hoch.... und
keiner tut einen Handschlag, um sie zu schnappen. Ein paar Wölflinge folgen. An
denen gehe ich vorbei und im Vorbeigehen sehe ich, wie ein Kind die Tüte drei
Schritte mitschleift, um sie dann wegzutreten. Ich bin schon ein Stück
weitergegangen. Na, soll nicht wenigstens ich zu-rückgehen und diese doofe Tüte
aufheben? Da komme ich mir blöd vor. Außerdem ist die Tüte auf der anderen
Seite geflogen, die ande-ren hätten ja... .
Haben sie aber nicht. Es wäre mir wirklich kein Zacken aus der Krone gefallen,
wenn ich die Tüte aufgehoben hätte. Zudem wäre ich wo-möglich mit „gutem
Beispiel vorangegangen“.
Da war doch noch etwas ....? Ach ja : „Ich will die Natur achten und helfen sie
zu erhalten“.
Na, die Tüte fliegt sicherlich heute noch dort herum.
Liebe Grüße, Iris
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